Karikaturen

Gerd Grimm arbeitete wie besessen: In seinem Freiburger Atelier zeichnete er ununterbrochen, in der Regel zehn Stunden am Tag. Um "fit" zu bleiben und seinen Strich behalten, hielt er auch während seiner Auftragsarbeiten für die Marke Reval häufig den Fernseher eingeschaltet. Bevorzugt schaute er sich politische Diskussionen oder Kultursendungen an. Auf hunderten von Blättern porträtierte er die Diskussionsteilnehmer, so dass es zwischen 1975 und 1995 kaum eine(n) deutschen Politiker(in) oder Schriftsteller(in) gibt, deren Konterfei er nicht mit wenigen Strichen aufs Papier geworfen hätte.

Sehr viele dieser Porträt-Skizzen sind verloren gegangen, weil Grimm ihnen keine Bedeutung zu maß und immer wieder ganze Stöße davon zum Anzünden seines Kachelofens ins Feuer schickte. Was von seinen Skizzen übrig blieb, kann zu Recht als Karikatur bezeichnet werden, weil es die signifikanten Charakterzüge der jeweiligen Person exakt und immer in leicht ironischer Brechung herausarbeitet und trifft.
Gerd Grimm, Friedrich Dürrenmatt 1979
Friedrich Dürrenmatt 1979

Gerd Grimm, Günter Grass 1990
Günter Grass 2 1990

Gerd Grimm, Marion Gräfin Dönhoff 1974
Marion Gräfin Dönhoff 1974

Gerd Grimm, Salvador Dali (ohne Jahr)
Salvador Dali (ohne Jahr)

Gerd Grimm, Werner Herzog 1982
Werner Herzog 1982

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